Lake Parangana

Genug Ostküste, wir wollte zwar erst noch hoch zur Musselroe Bay, aber die gute Tasmanierin meinte bei unserer begrenzten Anzahl an Tagen können wir die Bucht ruhig auslassen.

Wir fuhren ins Landesinnere, ein weiter Weg, über Berg und Tal. Sehr kurvige Straßen, was durchaus Spaß gemacht hat zu fahren führte aber aufgrund ständiger Konzentration zur Müdigkeit, da war ein Stop zum Frühstücken oder zum Bilder machen immer mal notwendig.

Es war der 26.1. Feiertag, DER NATIONALFEIERTAG … AUSTRALIA DAY, mit dem schönsten und größten Feuerwerk in Sydney, bester Partystimmung und viel Alkohol. Aber wir waren in der Pampa … naja im schönen Tasmanien wo der Australia Day an uns vorbei ging wie fast jeder andere Tag denn selbst die Supermärkte hatten geöffnet und mehr brauchten wir auch nicht zu dieser Zeit. Wir gingen durch Launceston machten zwei Abstecher in Outdoorläden, wo sich Annika noch ein vernünftiges Handtuch kaufte und dann ging es auch schon weiter.

Nächster Stopp waren die Liffey Falls. Aufgrund der ausbleibenden Niederschläge waren die Wasserfälle eher klein und etwas unspektakulär aber trotzdem schön.

Wir haben die letzten 4 Tage keine Dusche mehr gesehen und Annika beschloss im Fluss zu baden. Ich konnte mich nicht überwinden, zum einen war das Wasser zu kalt und zum anderen führte der Fluss zu wenig Wasser um mich nass zu bekommen.

Annika sauber und ich weiterhin dreckig machten wir uns auf den Weg um einen Zeltplatz zu finden, hier war es nicht möglich zu Zelten bzw. nicht erlaubt.

Auf dem Weg wurden meine Gebete erhört … ein Schwimmbad! Wir sind direkt angehalten und ich wollte mal eine Dusche nehmen oder naja gleich noch ein paar Bahnen schwimmen wenn man schonmal da ist. Auf die Frage nach dem Eintrittpreis (5$ wäre es mir wert gewesen) erwiderten die Einheimischen, dass das Schwimmbad kostenlos ist man sich aber über eine Spende freuen würde … ähäm ähm ja ok. Also wir rein, ich unter die Dusche, danach in den Pool und dann nochmal richtig unter die Dusche, yippie das war ein Gefühl wieder sauber zu sein.

Weiter ging es vorbei an den Mole Creek Höhlen die bereits geschlossen hatten (vielleicht wegen dem Feiertag) auf der Suche nach einem geeignetem Platz. Letztendlich kamen wir an einem See an der Lake Parangana hieß, es gab viele Stellplätze natürlich ohne Wasser, ohne Strom und ohne Toiletten, aber immerhin kostenlos. Hier nächtigten wir.

In der Nacht wurde ich von Annika geweckt, „Hörst du das auch? Was ist das?“ sagte sie mit einer ängstlichen Stimme. Ich habe zuvor geschlafen und nichts gehört bzw. wahrgenommen, also lauschte ich. Kurz darauf folgte auch schon eine Art Schrei, ein krächzender Schrei, voller Hass, Wut und Besitzanspruchs. Ich ahmte das Geräusch nach mit noch mehr Wut und noch mehr Hass denn es war unser Zelt! Annika erschrak ein weiteres Mal, „Warst du das?“ „Ähm ja sorry, ich hätte dich vielleicht vorwarnen sollen.“ 🙂 Das Tier (wir vermuten es war ein Tasmanischer Teufel) ergriff die Flucht und wir konnten in Ruhe weiterschlafen.

Ach da fällt mir gerade ein, ich habe vergessen das Geld in die Spendenbox vom Swimmingpool zu werfen.

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